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Fakultät Sozialwissenschaften

Neuerscheinung „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APUZ), Heft zur „Ehe“

Prof. Mona Motakef hat gemeinsam mit Dr. Julia Teschlade und Prof. Christine Wimbauer einen kritischen Beitrag zur „Ehe für alle“ verfasst.

„Wen wir lieben und mit wem wir zusammenleben (können), ist eine zutiefst gesellschaftliche Angelegenheit. Doch welche Beziehungsformen werden vom Staat geschützt und welche nicht? Wenn es nach dem deutschen Grundgesetz (GG) geht, stehen nach Artikel 6 Absatz 1 „Ehe und Familie (…) unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“. Als das Grundgesetz 1949 verabschiedet wurde, bezog sich dieser Schutz ausschließlich auf verschiedengeschlechtliche Ehepaare und ihre gemeinsamen Kinder, obwohl weder Artikel 6 GG noch die einschlägigen Paragrafen des BGB die Ehe ausdrücklich als heterosexuelle Lebensgemeinschaft definieren. Dadurch wurde eine historisch und gesellschaftlich hervorgebrachte, außerrechtlich normierte Lebensform als staatlich geschützte soziale Ordnung etabliert, obwohl die ihr zugrunde liegende soziale Wirklichkeit vielfältiger war und bis heute einem fortlaufenden Wandel unterliegt. Angesichts der wachsenden Vielfalt von Lebens- und Familienformen stellen sich grundlegende Gleichheitsfragen. Wie ist vor diesem Hintergrund die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland im Jahr 2017 zu bewerten? Hat sie dazu geführt, dass Gleichstellung nun auch für LSBTIQ+-Personen erreicht ist?“ 

Open Access Link: 

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/ehe-2026/

Cover:76. Jahrgang, 12/2026, 14. März 2026 AUS POLITIK UND ZEITGESCHICHTE Ehe Georg Strack ZWISCHEN PAARBEZIEHUNG UND POLYGAMIE Anne Bittner EHEN IN OST UND WEST. EINE DEUTSCHE RECHTSGESCHICHTE Hedwig Richter ZUR ENTSTEHUNG DER HAUSFRAU Karl Lenz · Marina A. Adler VOM BIOGRAFISCHEN FIXPUNKT ZUR OPTION Mona Motakef · Julia Teschlade · Christine Wimbauer DIE „EHE FÜR ALLE“. GLEICHSTELLUNG NUR IM RAHMEN DER NORM? Julia Pauli EINE GUTE EHE. HEIRAT IN MEXIKO UND NAMIBIA Naema N. Tahir DIE ARRANGIERTE EHE. EINLADUNG ZU EINEM (NEUEN) VERSTÄNDNIS © Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)